♥♥♥ Recht haben und Recht bekommen ♥♥♥

Donnerstag, März 07, 2013


Ist in Deutschland so eine Sache. Sorry, wenn ich mich heute mal auskotzen muss, aber ein Grund dafür, dass es die letzten Monate hier so still war, war auch eine Gerichtsverhandlung. Deren Sinn ich bis heute nicht verstehe.
Im Dezember 2011 haben wir unser Auto, welches zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre alt war, in unsere "Werkstatt des Vertrauens" gebracht. Der Werkstattinhaber wußte, mit welcher Liebe zum Detail, mein Mann das Auto aufbereitet hat. ES ist sein Herzstück. Er hat sehr viel Zeit und sehr viel Geld investiert um dieses Fahrzeug im neuen Glanz erscheinen zu lassen.


Jetzt aber zurück. Also im Dezember 2011 haben wir das Auto in die WErkstatt gebracht, weil das Getriebe ein Leck hatte und das Auto Getriebeöl verloren hatte. Kurz vor Weihnachten haben wir unser Auto also wieder abgeholt. Der WErkstattinhaber war zu diesem Zeitpunkt in Urlaub. Als wir Zuhause angekommen sind, haben wir "unsere Schätzchen" in der Garage abgestellt (die neuen Autos stehen bei uns auf der Straße, aber auf das Schätzchen muss halt Acht gegeben werden). Beim Herausgehen aus der Garage muessen wir um das Auto herum laufen, dabei ist uns aufgefallen, daß die Stoßstange mit Tesafilm geklebt war. Nach Nachfragen in der Werkstatt wurde uns mitgeteilt, dass sie die beschädigte Stelle abgeklebt haben, damit in der WAschstraße nicht noch mehr kaputt geht. Bis zu diesem Zeitpunkt war uns nur nicht bewußt, dass unsere Stossstange einen Schaden hatte. Den zum Zeitpunkt der Abgabe war das Fahrzeug in einwandfreiem Zustand. Wir haben um Rückruf des WErkstattinhabers gebeten, damit wir besprechen können, wie nun weiter verfahren wird. Ca. 5 Wochen später nach 100 Versuchen ihn zu erreichen, haben wir dann die Antwort bekommen, was wir eigentlich wollen, wir hätten ihn doch darauf aufmerksam gemacht, daß das Auto einen Schaden hat. Ab diesem Zeitpunkt haben wir die Welt nicht mehr verstanden.
Die Reparatur belief sich auf 2.000,00 EUR.
 
Das Gericht in Heidelberg hat heute entschieden, dass wir als Kunde in der Beweiskraft stehen, das unser Auto zum Zeitpunkt der Abgabe in Ordnung war.
 
Soviel dazu. Ich werde in Zukunft einen Polaroiddrucker in meinem Handschuhfach haben und mir von JEDER Werkstatt bestätigen lassen, das mein Auto keine Schäden aufweist.
 
... so genug gejammert. Danke fürs Zuhören.
 
Euch wünsche ich einen schönen Tag.
 
♥♥♥ Alles Liebe ♥♥♥
 

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5 x liebe Worte

  1. Hallo Tanja.

    Ich kann dich gut verstehen. Das mit dem Recht haben und Recht kriegen ist wirklich so eine Sache. Aber es ist andersrum genauso. Mein Mann hat selbst eine Werkstatt (mit liebe zu alten Fahrzeugen) und macht von jeder Reparatur Fotos und hebt die ausgetauschten Teile auf. Denn es gibt auch Kunden (wirklich) die wenn man vorne am Fahrzeug etwas repariert, nachher ankommen und meinen: "Seit mein Wagen bei Ihnen in der Werkstatt war, tut HINTEN der Blinken nicht mehr" Ohne scheiß. Deshalb ist die Idee mit den Fotos auch bei Kunden wahrscheinlich nicht das schlechteste. Was habt ihr denn für ein Schätzchen?

    Liebe Grüße

    Siva

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    1. Hallo Siva, danke für deine Antwort. Wir haben einen Porsche 928 der jetzt 22 Jahre alt ist. Mein Mann hat ihn vor 5 Jahren gekauft und in liebevoller Handarbeit zerlegt und neu hergerichtet. Die Werkstatt kannte das Auto von Anfang und und wußte, wenn es Probleme oder Schäden gab, dann wurde das repariert. Und wäre die Stoßstange defekt gewesen, dann hätten wir das mit dem Inhaber besprochen und reparieren lassen. Ein Gutachten hat ergeben, daß der Schaden, ganz klar darauf zurückzuführen ist, das ein anderes Fahrzeug mit der Anhängerkupplung wohl aufgefahren ist. Zum Zeitpunkt der Abgabe gab es diesen Schaden definitiv nicht. Das Auto wurde lediglich aus der Garage zur WErkstatt gefahren und uns ist auch keine Anhänger-kupplung auf dem Weg dorthin zu nahe gekommen.
      Ich kann mir vorstellen, daß viele Kunden sehr erfinderisch sind. Aber von unserer Firma und Privat wurden in dieser WErkstatt regelmäßig 5 Fahrzeuge versorgt und der Inhaber kannte uns sehr gut. Wir hätten dazu wirklich keine Veranlassung gehabt.
      Ich danke dir für deine Worte. Eure Doku halte ich jedenfalls für sehr sinnvoll.
      glg Tanja

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  2. liebe tanja,

    das ist unfassbar und auch ich werde aus eurem unschönen erlebnis meine lehre ziehen. ich kann mir gut vorstellen, dass irgendwer auf dem werkstatthof aufgefahren ist. ich bin da auch nicht unvoreingenommen, denn ich hatte mal einen guten freund, welcher meister in einer werkstatt war (ist sehr lange her). dieser freund fuhr jeden abend ein anderes auto, nämlich kundenfahrzeuge !!! ohne quatsch und das war keine kleine werkstatt. seit dem notiere ich mir immer den kilometerstand, wenn ich mein auto in die werkstatt bringe.

    ich finde es ja schon sehr unklug von dem werkstattbesitzer, denn bestimmt hätte er den schaden irgendwie bei seiner versicherung geltend machen können und hätte euch als kunden behalten.

    viele liebe grüße
    marion

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  3. ohne worte....da wäre ich auch nie drauf gekommen...wie kann man blöd so fies sein??? und auch noch so blköd??? da gehen ihm doch so viele aufträge durch die lappen...was für eine frechheit..........am besten schreist du mal ganz laut ...ich drück dich, nico

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  4. Nunja, den Richtern kann man da wohl keinen Vorwurf machen, denn sie haben Recht, ohne Beweis... Allerdings lässt das Geschäftsverhalten der Werkstatt sehr zu wünschen übrig.
    LG
    Kerstin

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