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Donnerstag, Oktober 08, 2009

Histamin-Intoleranz

Unter Histamin-Intoleranz / Histaminose versteht man die Unverträglichkeit von mit der Nahrung aufgenommenem Histamin, deren Ursache ein Mangel des Histamin abbauenden Enzyms Diaminoxidase (DAO) oder ein Missverhältnis zwischen Histamin und der DAO sein könnte. Diese Theorie wurde in den 1980er Jahren im Rahmen der Erforschung der biogenen Amine entwickelt.[1] Nach Ansicht einiger Autoren ist die Histamin-Intoleranz nicht angeboren, sondern ein erworbenes Krankheitsbild, von dem knapp 1 % der europäischen Bevölkerung betroffen sei.[2][3] 80 % der erkrankten Patienten sind weiblichen Geschlechts mittleren Alters. Die Krankheitssymptome können in der Schwangerschaft verschwinden, treten jedoch nach der Schwangerschaft wieder auf.

Kontrollierte Einzelstudien[4][5] und eine umfassende Metaanalyse aus dem Jahr 2003 konnten bisher keine wissenschaftlichen Nachweise für die postulierte Nahrungsmittelintoleranz durch biogene Amine wie das Histamin finden.[6]

Die Histamin-Intoleranz ist eine nicht-immunologische Nahrungsmittelunverträglichkeit, angeblich oft Folge oder Begleiter anderer Unverträglichkeiten oder Allergien.

Symptome
Mögliche Symptome nach Aufnahme histaminreicher Nahrung sind nach Ansicht der o.g. Autoren:

Hautrötung, Nesselsucht, Ekzeme
Kopfschmerzen, Hitzegefühl, Migräne, Schwindel
verengte oder rinnende Nase, Atembeschwerden, Asthma bronchiale, Halsschmerzen
Flatulenz, Durchfall, Übelkeit/Erbrechen, Bauchschmerzen, Magenstechen
Hypotonie, Herzrasen (Tachykardie), Herzrhythmusstörungen
Dysmenorrhoe, Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung und Schleimhautreizungen der weiblichen Geschlechtsteile
Erschöpfungszustände, Seekrankheit
Pathomechanismus [Bearbeiten]
Histamin wird im Körper durch das Enzym Diaminoxidase (DAO) abgebaut. Bei einer Histamin-Intoleranz soll die Aktivität dieses Enzyms eingeschränkt sein, und durch die Nahrung aufgenommenes und im Körper gebildetes Histamin kann nur teilweise abgebaut werden. Beim Verzehr histaminhaltiger Nahrung (z. B. Rotwein oder Hartkäse) kommt es zu einer pseudoallergischen Reaktion des Körpers. Auch die aktive oder passive Exposition gegenüber Tabakrauch steht im Verdacht, die Histamin-Intoleranz zu begünstigen, ist jedoch noch nicht ausreichend untersucht worden.[7]

Unverträgliche Nahrungsmittel
Histamin entsteht in bakteriell fermentierten Nahrungsmitteln, wie:

Rotwein
geräuchertes Fleisch, Salami, Schinken, Innereien
viele Fischprodukte, insbesondere Fischkonserven
Meeresfrüchte
gereifte Käsesorten (je höher der Reifegrad, desto höher der Histamingehalt)
Sauerkraut
eingelegte Gemüse
Bier
Hefe
Essig
sowie in zahlreichen anderen Nahrungsmitteln (vgl. Liste in [8])
Andererseits soll es Nahrungsmittel (wie z. B. Ananas) und Medikamente geben, die den Abbau von Histamin verzögern.[8]

Diagnose
Für die Diagnose ist eine Anamnese (Erhebung der Vorgeschichte) wichtig. Da aber viele Beschwerden wie z. B. Kopfschmerzen, Migräne, Asthma bronchiale, Hypotonie, Herzrhythmusstörungen und Dysmenorrhö auch andere Ursachen als eine Histamin-Intoleranz haben können, überrascht es nicht, dass die Hälfte der Verdachtsdiagnosen falsch sind.

Die Diagnose wird üblicherweise durch eine Provokation gestellt. Da aber Histamin potentiell lebensbedrohliche Zustände auslösen kann, empfiehlt sich folgende Vorgangsweise: Vor und nach einer 14-tägigen Diät wird Blut zur Bestimmung des Histamin- und Diaminoxydasespiegels abgenommen und verglichen. Statt Histamin zuzuführen, wird durch die Diät Histamin weggenommen. Diese Vorgangsweise gefährdet den Patienten nicht, ganz im Gegenteil: Bei Vorliegen einer Histamin-Intoleranz sind die Beschwerden gebessert oder ganz verschwunden. Gleichzeitig halbiert sich der Histaminspiegel und die DAO steigt an (beides signifikant). Liegt keine Histamin-Intoleranz vor, ändern sich die Blutwerte nicht und auch nicht die Beschwerden.

Gleichzeitig müssen eine Nahrungsmittelallergie, Kreuzreaktionen mit Pollen, eine Fruktose-Malabsorption, eine Laktose-Intoleranz und eine Zöliakie ausgeschlossen werden.

Therapie
Die Grundlage der Behandlung besteht in einer Reduktion des mit der Nahrung zugeführten Histamins durch Einhalten einer Histamin-freien Diät. Eine Maximalvariante ist die von den Dermatologen seit Jahrzehnten bei der Urticaria mit Erfolg verwendeten „Kartoffel-Reis-Diät“, also eine Woche nur Kartoffeln, Reis, Salz, Zucker und Wasser. Außerdem sollen nach Ansicht der Therapeuten Nahrungsmittel gemieden werden, die zwar selbst nicht viel Histamin enthalten, aber im Körper gespeichertes Histamin freisetzen sollen, z. B. Zitrusfrüchte. Weiterhin können auch bestimmte Medikamente Histamin freisetzen (beispielsweise Morphin).

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Histamin-Intoleranz#Symptome

Wenn sich der Verzehr histaminhaltiger Nahrungsmittel nicht vermeiden lässt, sind Antihistaminika und Cromoglicinsäure wirksam.

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